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FAQ

Wir haben die Antworten auf häufig gestellte Fragen in unsereren Tätigkeiten gesammelt.
Wenn Sie möchten, ein neues Thema in die Liste aufzunehmen, schreiben Sie eine E-Mail an pr@eco-center.it.

Müllverwertungsanlage Bozen

Welche Abfälle werden zur Müllverwertungsanlage geliefert und aus welchem Einzugsgebiet stammen sie?
An die Müllverwertungsanlage Bozen werden nur Hausabfälle und hausähnliche Abfälle angeliefert, die von der integrierten Umweltgenehmigung in Betracht gezogen wurden. Das Einzugsgebiet ist hingegen im Landesplan für Abfallwirtschaft festgelegt.
Sind gefährliche oder toxische Abfälle zur Anlieferung an die Müllverwertungsanlage zugelassen?
Auf der Müllverwertungsanlage Bozen dürfen keine gefährliche Abfälle behandelt werden. Die integrierte Umweltgenehmigung – Nr. 698527 vom 20.12.2013 und darauffolgenden Änderungen, Anlage D – legt die genehmigten Abfallarten klar fest.
Wie groß ist die Fassungskapazität des Müllbunkers?
Der Müllbunker fasst bis 5.000/6.000 t Müll: diese Menge entspricht ca. 15/20 Betriebstagen.
Wieviel Müll verarbeitet die Müllverwertungsanlage Bozen jährlich?
Die Behandlungskapazität der Müllverwertungsanlage liegt bei ungefähr 130.000 t/Jahr; pro Tag werden 240 bis 400 Tonnen Müll behandelt. Die effektive Müllmenge hängt vor allem vom Brennwert ab: je höher der Brennwert, desto niedriger die behandelbare Menge.
Wie hoch ist die Verbrennungstemperatur?
Im Verbrennungsraum wird die Temperatur bei 900°C – 950°C reguliert; sollte aus unerwarteten Gründen die Temperatur unter den gesetzlichen Mindestwert (850°C) sinken, dann wird die Mülleinspeisung in den Ofen sofort automatisch eingestellt, bis die gesetzlichen Voraussetzungen wiederherstellt sind.
Welche ist der Unterschied zwischen einer Müllverwertungs- und Müllverbrennungsanlage?
Ältere Müllverbrennungsanlagen und moderne Müllverwertungsanlagen unterscheiden sich sehr voneinander. Die modernen Anlagen werden nach dem letzten Stand der Technik geplant und gebaut, sind von unbedenklichen Emissionswerten charakterisiert und weisen einen höheren Wirkungsgrad auf. Wohl verbrennen beide Anlagenarten Müll, aber sie haben ganz unterschiedliche Zwecke. Ältere Müllverbrennungsanlagen nutzten einfach der thermischen Müllvernichtung, ohne besondere Berücksichtigung der Umweltaspekte noch der Energiewiedergewinnung. Neue moderne Müllverwertungsanlagen werden dagegen vor allem in Hinsicht der strengsten Umweltkriterien bzw. der letzten gesetzlichen Bestimmungen geplant und aufgebaut, um den Restmüll bei minimalen Emissionswerten und höchstem Wirkungsgrad verbrennen zu können und die Umwelt nicht zu belasten. Die Emissionswerte sind bei modernen Anlagen so niedrig, dass sie mit den modernsten Analysengeräten kaum gemessen werden können. Die neue Müllverwertungsanlage Bozen ist heute anhand des energetischen Wikungsgrades als R1-Anlage eingestuft, d.h. eine Müllverwertungsanlage mit einer besonders hohen Energierückgewinnung.
Wieviel elektrische- und thermische Energie erzeugt die Müllverwertungsanlage?
Die Müllverwertungsanlage Bozen kann bis 90.000 MWh an elektrischer Energie und bis 260.000 MWh an thermischer Energie im Jahr erzeugen, welche dem elektrischen Verbrauch von ca. 20.000 Wohnungen bzw. dem thermischen Bedarf für ca. 10.000 Unterkünften entsprechen. All das bringt eine drastische Reduktion der gesamten Rauchgasmissionen im Stadtgebiet Bozen mit sich, die andernfalls von den einzelnen Hausheizkesseln der Haushalte verursacht würden.
Wie erfolgt die Rauchgasreinigung?
Das Rauchgas, bevor es in die Atmosphäre gelangt, wird durch einen dreistufigen Reinigungsprozess gereinigt, im sogenannten “doppelten Trockenverfahren”. Dieser erfolgt auf zwei Gewebefiltern und einer katalytischen SCR/-DeNOx-Anlage. Der erste Gewebefilter reinigt vorbereitend Stäube, Schwermetalle, Dioxine und Säuren aus dem Rauchgas, beim zweiten Gewebefilter werden die selben Schadstoffe bis auf niedrigste Werten reduziert, welche weit unterhalb der gesetzlichen Grenzwerte liegen. Durch den anschließenden Katalysator werden schließlich die Stickoxyde zerlegt und reduziert.
Wie werden Filterstäube und Verbrennungsschlacken entsorgt?
Die Filterstäube gelangen zunächst in zwei separaten Speicherbehälter, von wo sie dann als gefährlicher Abfall an geeignete Wiederverwertungsanlagen in Italien und Deutschland zugestellt werden. Verbrennungschlacken vom Rost sind dagegen als nicht - gefährliche Abfälle klassifiziert, und können somit einfach in Deponien entsorgt werden.
Werden Eisenmetalle, welche in den Verbrennungsschlacken enthalten sind, wiederverwertet?
Eisenmetalle, die in den Schlacken enthalten sind, werden durch einen magnetischen Abscheider getrennt und der Wiederverwertung zugeführt.
Wie werden die Rauchgasemissionen am Kamin kontrolliert?
Am Kamin befindet sich eine kontinuierliche Rauchgasüberwachungsstation, wobei die Emissionen ständig analysiert und aufgezeichnet werden. Die Emissionswerte werden registriert und vom Überwachungsorgan, der Landesagentur für Umweltschutz, täglich direkt (online) abgefragt. Außerdem werden die täglichen Emissionswerte auf der Internetseite (Homepage) von Eco-Center Ag veröffentlicht.
Neben der kontinuierlichen Rauchgasüberwachung, werden an der Müllverwertungsanlage weitere Kontrolle durchgeführt?
Neben der kontinuierlichen Rauchgasanalyse werden periodische Laboranalysen für Schlacken, Filterstaub, Rauchgas, Ab- und Grundwasser durchgeführt. Die entsprechenden Analysenberichte werden regelmäßig an die Landesagentur für Umweltschutz übersendet.
Warum ist das Rauchgas am Kamin nur an besonderen Tagen weithin sichtbar?
Am Kaminaustritt liegt die Rauchgastemperatur bei ca. 140°C. Das gereinigte Rauchgas enthält nunmehr überwiegend Wasserdampf: diese Dampfwolke ist an den kalten Tagen bei tiefer Lufttemperatur oder hoher Luftfeuchtigkeit besonders gut sichtbar. Unter solchen Wetterbedingungen kondensiert der Wasserdampf gleich nach dem Austritt aus dem Kamin und ist häufig als harmlose Dampfwolke weithin sichtbar.
Welche Vorzüge bringt die Müllverwertungsanlage für die ganze Bevölkerung mit?
Die Hauptvorteile der Müllverwertungsanlage sind:
- optimale Nutzung des Restmülls, der andernfalls auf die Deponien geliefert werden müsste und somit wertvollen Deponieplatz verschwenden würde
- drastische Verminderung des Müllvolumens, um wohl 90% des Anfangsvolumens
- erhebliche Wiedergewinnung an Strom und thermischer Energie, in Verbindung mit höchstem Wirkungsgrad der Anlage
- moderne Wiederverwertungsanlagen, wie jene in Bozen, weisen niedrigste Emissionswerte, beste Zuverlässigkeit und Umweltverträglichkeit auf
- die vorgeschriebenen Grenzwerte können damit anstandslos eingehalten werden
- die Reduktion des Verbrauchs an fossilen Brennstoffen (dadurch dass Hausheizungen an die Fernheizung angeschlossen sind und nicht selbst heizen)
- durch die Fernheizung können bedeutende Kosteneinsparungen für die ganze Stadtbewohner realisiert werden
- durch die Fernheizung können die Rauchgasemissionen von einzelnen Hausheizungen vermieden werden.
Aus welchen Gründen können Brände im Müllbunker entstehen?
Auf der Müllverwertungsanlage Bozen ist ein Müllzerkleiner installiert. Wenn der Shredder läuft, werden die zerkleinerten Abfälle direkt in den Müllbunker abgeworfen. Während des Zerkleinerungsvorgangs verursachen Eisenmetalle, die im Sperrmüll immer vorhanden sind, eine gewisse Menge an Funken, die in Verbindung mit der erheblichen Staubentwicklung der Auslöser für einen Brand sein kann. Nämlich bilden Staub und Luft ein leicht entzündbares, oft sogar explosives Brennstoffgemisch. Aufgrund dessen müssen unbedingt Eisenmetalle aus dem Sperrmüll beseitigt werden: eine korrekte Trennung soll vorbereitend an den Recyclinghöfen erfolgen.

Vergärungsanlage Lana

Welche Abfälle können in der Vergärungsanlage Lana behandelt werden?
In der Anlage können folgende Abfälle behandelt werden:
- Reste von rohrem und gekochtem Obst und Gemüse
- Nudeln, Reis, Brot
- Reste vom Fleisch und Fisch (keine Knochen und Gräten)
- Kaffeesatz (keine Kaffeekapseln)
- Schnittblumen (kleine Mengen)
- verfallene Lebensmittel (ohne Verpackung)
- Papierserviette und Küchenpapier.
Welche Abfälle können in der Vergärungsanlage Lana NICHT behandelt werden?
In der Anlage können folgende Abfälle NICHT behandelt werden:
- Restmüll, Zeitungspapier, Pappe, Plastik, Holz, Kork, Metall, Glas, usw.
- Knochen und Gräten (jede Größe)
- Eierschalen und Muschelschalen (Miesmuschel, Venusmuschel, usw.)
- Schalen von Nüssen, z.B. Walnuss, Haselnuss, usw.
- Pfirsich-,Pflaumen-, Aprikosenkerne, usw.
- Grünschnitt wie Rasenschnitt, Blätter, Äste u.a.
- Asche, Staub, Sägemehl - Serviette aus Stoff, Stoffstücke, usw.
- Taschentücher
- Plastiksäcke
- Bioplastik-Säcke (Mater-Bi)
- Windeln (auch aus Mater-Bi)
- Streu für Haustiere (auch aus Mater-Bi).
Warum dürfen für die Einsammlung des für die Vergärungsanlage Lana bestimmten Biomülls keine Säckchen aus “Bioplastik” verwendet werden?
Das Material “Bioplastik” (handelsüblicher Name: Mater-Bi) ist nur bei Vorhandensein von Sauerstoff und in langen Zeiträumen, in mehr als 6 Monaten, abbaubar. In der Vergärungsanlage Lana erfolgt der Prozess der Zersetzung des organischen Abfallanteils ohne Sauerstoff und dauert nur 25 Tage. Somit wird der Werkstoff “Bioplastik” in der Anlage von Lana nicht zusammen mit dem organischen Abfallanteil abgebaut und wirkt daher – wie andere unerwünschte Abfallfraktionen – behindernd auf den einwandfreien Betrieb der Anlage.
Bei Katzenstreu, Windeln aus “Bioplastik” und Papiertaschentüchern ist wegen der tierischen und menschlichen Ausscheidungsstoffe auch der gesundheitliche Aspekt zu bedenken: Arzneireste und Krankheitserreger könnten den Abfallvergärungsprozess beeinflussen.
Warum kann die Vergärungsanlage Lana keine Eierschalen, Knochen und Schalen von Weichtieren behandeln?
Diese Abfälle zersetzen sich nicht zusammen mit dem organischen Abfallanteil. Eierschalen bestehen nämlich zu 95 % aus Kalziumkarbonat (CaCO3), einem krustenbildenden Salz. Knochen bestehend aus Kalziumphosphat, während die Schalen (Muscheln) von Weichtieren aus Karbonat und Kalziumphosphat bestehen. In der Vergärungsanlage Lana verhalten sich diese Abfälle wie Sand: sie verschmutzen und verstopfen die Anlage.
Warum kann die Vergärungsanlage Lana keine Grünabfälle wie Gras, Blätter, Zweige und Holzmaterial behandeln?
Um Gras und anderes “Grünmaterial” zu vergären, sind Zeiträume von mehr als 2 Monaten erforderlich, während beim Biomüll 22-26 Tage ausreichend sind.
Die Vergärungsanlage hat die Aufgabe, den Biomüll zu verarbeiten und daraus elektrische und thermische Energie zu gewinnen. Der von der Vergärungsanlage erzeugte schlammige Rest wird zusammen mit dem getrennt gesammelten “Grünabfall” zu Kompostierungsanlagen gebracht und dort zu Qualitätskompost aufbereitet.

Verschiedenes

Wie kann ich Wasser sparen?
Repariere tropfende Wasserhähne und Toiletten, so kannst du bis zu 17 Liter Wasser am Tag sparen.
Wie kann ich Müll reduzieren?
Kaufe Produkte ohne Verpackungen ein, verwende Stoffbeutel, trenne die wiederverwertbaren Abfälle und kaufe wiederverwendbare Produkte ein.
Verwende beim Einkaufen Stofftaschen anstatt Plastik.