Netz - Hauptsammler Jenesien - Bozen
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Sommer 2025
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Frühjahr 2026
Geschätzter Betrag: 977.352,76 €
Die im Rahmen der Wartungsarbeiten durchgeführten Videoinspektionen und Lokalaugenscheine haben ergeben, dass im Bereich des Abwassersammlers von Vicenzastraße bis Cadornastraße zahlreiche Abschnitte und Schächte strukturelle (Brüche, Risse) und funktionelle Schäden (mangelnde Dichtheit, Wurzeleinwuchs) aufweisen.
Das Sanierungsprojekt umfasst sowohl Arbeiten an Rohrleitungen als auch an Schächten. Geplant ist insbesondere der Einsatz einer innovativen, nicht-invasiven Technologie durch das Einbringen eines Liners (C.I.P.P.-Technologie).
ARA Bozen - Ersatz von Räumerbrücken der Absetzbecken
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Herbst 2025
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Frühjahr 2027
Geschätzter Betrag (alle Lose): 2.574.930,70 €
Die Kläranlage Bozen verfügt über 12 Nachklärbecken, die von 6 Räumerbrücken betrieben werden. Die Verwaltung der letzteren ist ein kritisches Problem mit etwa 50 Bereitschaftseinsätzen pro Jahr. Die meisten Ausfälle betreffen defekte Radlager und elektrische Probleme. Jeder Eingriff auf Abruf, der einen Lagerschaden, eine Fehlausrichtung der Brücke oder einen Ausfall der Endschaltersensoren zur Folge hat, führt zur Schließung der betreffenden Anlage, wobei die Gefahr besteht, dass Schlamm herausgeschleppt wird und das Personal, das den Eingriff vornimmt, gefährdet wird.
Daher ist es notwendig, die Brücken durch Kettenräumer zu ersetzen, die nach den Erfahrungen in anderen Werken wenig Wartung erfordern.
In Anbetracht des Gesamtumfangs des Projekts wurde beschlossen, schrittweise vorzugehen, was den Vorteil hat, dass die siegreiche Technologie des ersten Loses getestet und die Kontinuität des Betriebs gewährleistet werden kann.
Im Dezember 2025 wurde die erste Testphase mit dem Austausch der ersten beiden Becken abgeschlossen. Gegen Ende 2026 wird der Austausch der zweiten Gruppe von 4/6 Becken erfolgen.
ARA Meran - Ausbau der Anlage und des Sammlers für den Anschluss Forst-Zipperle
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Herbst 2023
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Sommer 2025
Geschätzter Betrag: 21.490.330 €
Im Laufe der letzten Jahre wurde allgemein eine Zunahme der organischen Schmutzfracht und der Wassermengen im Zulauf zur Kläranlage Meran beobachtet, durch die die Anlage an ihre Belastungsgrenze gestoßen ist. Da gewerbliche Abwässer mit hohem Energiepotential in die Anlage geleitet werden (Abwässer der Zipperle® über eine eigene Leitung und Abwässer Forst® über die Kommunalabwässer), sieht das Erweiterungsprojekt eine spezifische Behandlung derselben vor. Mit „anaeroben Hochlast-Reaktoren“ soll nun die Behandlung dieser Matrizen von den bestehenden Behandlungslinien getrennt werden.
Dazu ist der Bau einer spezifischen Sammelleitung für die Abwässer Forst® erforderlich, um eine technisch und wirtschaftlich nachhaltige Hochlast-Behandlung dieser Abwässer gemeinsam mit jenen der Zipperle® zu ermöglichen.
ARA Branzoll - Anpassung der Schlammlinie
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Frühjahr 2025
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Winter 2026
Geschätzter Betrag: 2.500.000 €
Die kontinuierliche Zunahme der Zulauffracht der Kläranlage Branzoll, die sowohl kommunales als auch industrielles Abwasser (342.000 EW) behandelt, sowie die Veralterung einiger Anlagenteile machen dringende Sanierungs- und Anpassungsmaßnahmen erforderlich. Insbesondere stammt die Schlammbehandlungslinie der Anlage fast vollständig aus den frühen 1990er Jahren, und die Entwässerung verfügt über keine Reserveleitung, was bei einem Anlagenstillstand der einzigen bestehenden Linie große Probleme verursacht.
Geplant sind daher folgende Maßnahmen: Erneuerung der Rohrleitungen und der Polyelektrolyt-Ansatzstationen, Verdoppelung der Schlammentwässerungslinie, Austausch der Brückenwaage, Sanierung der Container zur Lagerung des entwässerten Schlamms, Austausch der Wärmetauscher, Sanierung der Dosierleitungen für Reagenzien, Austausch der Pumpen für die biologische Schlammrückführung sowie die Erneuerung der Elektro- und Steuerungsanlagen der betroffenen Linien.
Die Arbeiten wurden fast vollständig gemäß dem ursprünglichen Zeitplan abgeschlossen.
Netz - Sammler Iprona-Pircher
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Sommer 2026
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Herbst 2026
Geschätzter Betrag: 975.000 €
Das Projekt sieht den Bau eines speziellen Sammlers von ca. 1.500 m vor, der vom Auslasspunkt von Iprona® startet, das Abwasser von Pircher® aufnimmt und die Pumpstation Lana erreicht, um dann unter Nutzung der bestehenden Druckleitung zur bestehenden Zipperle-Leitung weiterzuleiten.
Dadurch wird es möglich, hochkonzentrierte organische Abwässer an die neue anaerobe Behandlungsanlage der Kläranlage Meran anzuschließen, wodurch die Biogasproduktion und die Eigenstromerzeugung erhöht werden.
Vergärungsanlage - Energetische Optimierung der Anlage
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Frühjahr 2026
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Herbst 2026
Geschätzter Betrag: 1.800.000 €
Derzeit wird das in der Fermentationsanlage erzeugte Biogas in drei Blockheizkraftwerken zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt. Zwei der drei vorhandenen Motoren haben eine hohe Betriebsstundenzahl erreicht, weshalb ihr Austausch erforderlich ist. Zudem soll die intern erzeugte Wärme besser genutzt werden.
Geplant sind daher die Installation von Warmlufterzeugern zur Beheizung der mechanischen Entwässerungszone sowie eines LAA-Systems zur Beheizung der Biofilter als Ersatz für die vorhandenen elektrischen Heizsysteme. Das Projekt umfasst außerdem die Sanierung des Kontrollraums sowie die Implementierung eines neuen Zugangs- und Prozesskontrollsystems.
ARA Altrei - Anpassung der Kläranlage
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Herbst 2026
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Frühjahr 2028
Geschätzter Betrag: 2.004.612 €
Die Kläranlage Altrei behandelt seit 1996 kommunales Abwasser mit saisonalen Schwankungen. Geplant sind Außenarbeiten am Gebäude, die Sanierung des Zulaufsammlers und der Bau eines Regenüberlaufbeckens, um eine Überlastung der Anlage bei starken Niederschlagsereignissen zu vermeiden.
Im Inneren wird die Biologiezone überarbeitet, einschließlich des Austauschs der Hauptmaschinen. Zudem wird die Lüftungsanlage erneuert und eine neue Luftaufbereitungsanlage (LAA) installiert.
Zusätzlich wird ein Stromgenerator installiert, um Stromausfälle zu kompensieren. Die gesamte elektrische Anlage wird ebenfalls erneuert.
ARA BOZEN: Austausch der Blockheizkraftwerke und des bestehenden Heizkraftwerks
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Herbst 2026
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Sommer 2027
Geschätzter Betrag: 3.550.000 €
Sowohl die Kraft-Wärme-Kopplungsanlage als auch die Heizkessel der Kläranlage in Bozen haben ihre technische und betriebliche Lebensdauer erreicht und müssen durch effizientere und größere Anlagen ersetzt werden, da durch den Bau des dritten Faulbehälters, der vor wenigen Monaten in Betrieb genommen wurde, die Produktion von Biogas, das in Energie umgewandelt werden kann, gestiegen ist.
Was die Heizkessel betrifft, so wird im bestehenden Heizkraftwerk ein neues Erdgas- und Biogas-Heizkraftwerk errichtet, das mit zwei Heizkesseln ausgestattet ist, die sowohl für die Kaskadennutzung von Biogas und Erdgas als auch als Reserve für den Fall eines Ausfalls eines der beiden Kessel dienen.
Müllverwertungsanlage - Halle auf dem Gelände der ehem. Müllverbrennungsanlage
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Winter 2026
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Winter 2027
Geschätzter Betrag: 2.000.000 €
Auf dem Gelände der ehemaligen Müllverbrennungsanlage Bozen soll eine Halle für die neue Anlage gebaut werden. Hier sollen die Stichproben an den gelieferten Abfällen durchgeführt werden und ein Lagerbereich für die Verwertungsanlage sowie ein Bereich für die sichere Lagerung der Müllballen während des Stillstandes des Ofens entstehen.
Netz - Schließung der Kläranlage Mölten und Anschluss an die Sammelleitung im Talgrund
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Winter 2026
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Frühjahr 2028
Geschätzter Betrag: 4.550.000 €
Die Kläranlage Mölten weist verschiedene Probleme auf; darunter auch die kontinuierliche Zunahme der zulaufenden Mengen. Hinzu kommt, dass der Möltner Bach, in den der Ablauf mündet, nur geringe Wassermengen führt und somit qualitative Probleme auftreten.
Aufgrund der Machbarkeitsstudie und im Einvernehmen mit den zuständigen Ämtern wurde somit beschlossen, die Abwässer in den Talboden abzuleiten und sich an die Hauptsammelleitung anzuschließen, die in die Kläranlage Bozen fließt.
Das Projekt sieht die Umwandlung eines Teiles der bestehenden Anlage in eine Pumpstation und die Verlegung von über 4 km Leitung sowohl mit klassischem Grabungsverfahren als auch mit Einsatz von grabenlosen Techniken (z.B. Horizontalbohrungen) vor, um morphologisch und geologisch komplexe Stellen zu überwinden.
ARA Passeier - Anpassung der Kläranlage
Voraussichtlicher Beginn der Arbeiten: Sommer 2026
Voraussichtliche Fertigstellung der Arbeiten: Winter 2028
Geschätzter Betrag: 15.400.000 €
Die Kläranlage Passeier, die seit Sommer 1992 in Betrieb ist, hat derzeit eine mittlere Belastung von etwa 18.600 Einwohnerwerten (EW) und überschreitet damit ihre Kapazitätsgrenze von 16.500 EW erheblich. Die Kapazität der Anlage wird daher auf 35.000 EW erhöht.
Es sind Änderungen und Erneuerungen sowohl der Wasserlinie als auch der Schlammbehandlungslinie vorgesehen. Für die Wasserlinie wird zudem erwogen, den Abwasserfluss je nach Saisonalität und der daraus resultierenden organischen und hydraulischen Belastung auf mehrere Behandlungslinien aufzuteilen.
Die Maßnahmen werden in zwei Phasen durchgeführt, um die Betriebsfähigkeit der Anlage jederzeit zu gewährleisten und einen Bypass in das Vorflutergewässer zu vermeiden.




