Abfälle
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DATEN 2018


Gereinigte Abwässer

Behandelte Abfälle

Erzeugte thermische Energie

Erzeugte elektrische Energie

Fotovoltaik:
Technisches Datenblatt
Abfallart
Hausmüll und hausähnlicher Sondermüll
Einzugsgebiet
116 Gemeinden
Inbetriebnahme
Juli 2013
Behandlungskapazität
130.000 T/Jahr
Thermische Leistung
59 MW
Elektrische Leistung
15 MW
Thermische Abgabeleistung
32 MW
Gesamte Oberfläche
25.000 mq
Verbautes Volumen
197.000 m3
Maximale Gebäudehöhe
48 m
Kaminhöhe
60 m
Müllverwertungsanlage Bozen

Funktionsweise

Die Abfälle werden direkt im Müllbunker (1) abgeladen. Aus dem Müllbunker gelangen die Abfälle mittels zwei Brückenkräne (2) in den Ofen: als Alternative werden die Abfälle, bei Stillstand der Anlage, zur Press- und Verpackungsanlage beschickt und an einem späteren Zeitpunkt wiederverwertet. Sperrmüll wird vorher zerkleinert.
Der Ofen (3) besteht aus dem Verbrennungsraum, der mit einem luftgekühlten Rückbewegung- Vierbahnrost ausgerüstet ist; im Heizkessel (4), bestehend aus Strahlungszone und konvektiver Zone, wird entmineralisiertes Kesselwasser zuerst in saturierten, dann in überhitzten Dampf umgewandelt (400°C – 40 bar).
Restliche Feststoffe aus der Verbrennung, die Schlacken, werden durch ein geeignetes Räumungssystem beseitigt und im Schlackenbunker gelagert. Die Entsorgung erfolgt auf der Deponie als nicht gefährlicher Abfall. Eisenmetalle, die in den Schlacken vorhanden sind, werden mittels magnetischen Abscheiders getrennt und dann wiederverwertet. Flugaschen, die aus der zyklischen Reinigung der Kessel–Wände und –Rohre entstehen, werden zusammen mit Filteraschen gespeichert (5) und zu Wiederverwertungsanlagen in Italien und im Ausland angeliefert.
Bevor die Verbrennungsgase in die Atmosphäre gelangen, werden diese durch drei Reinigungsstufen gereinigt. Die ersten zwei Stufen bestehen aus einer Trockenbehandlung, welche mittels zwei Gewebefilter (6) erfolgt. Mit dem ersten Filter wird ein Grobabbau von Staub, Säuren, Schwermetallen und Dioxinen erreicht; mit dem zweiten Filter werden diese Schadstoffe zu den niedrigsten Projektwerten reduziert. Als dritte Reinigungsstufe zersetzt der Katalysator (7) die Stickoxyde. Filterstaub und Kesselaschen werden dann zusammengespeichert (5) und zu Wiederverwertungsanlagen angeliefert.
Die gereinigten Verbrennungsgase werden durch den Endventilator (8) ins Kamin (9) zugeführt: die ganze Prozesslinie wird somit in Unterdruck behalten. Bevor die Rauchgase in die Atmosphäre gelangen, werden die Emissionswerte am Kamin durch das kontinuierliche Überwachungssystem ständig analysiert und registriert. Falls die genehmigten Grenzwerte vorübergehend überschritten werden sollten, wird die Mülleinspeisung in den Ofen automatisch eingestellt, bis die gesetzlichen Betriebsbedingungen wiederherstellt worden sind.
Im thermischen Zyklus wird der überhitzte Dampf zur Turbine (10) beschickt. Aus der Dampfenthalpie wird elektrische Energie erzeugt, die sowohl für die Selbsteinspeisung der Anlage benutzt als auch ins Hochspannungsstromnetz eingespeist wird. Eine gewisse Menge an Dampf wird aus der letzten Stufe der Turbine entnommen und als thermische Energie ans Fernheizungsnetz abgegeben.

Emissionskontrolle

In diesem Bereich werden die Jahresberichte mit den Betriebsdaten der Müllverwertungsanlage Bozen und die Tagesberichte mit den Halbstunden- und Tagesmittelwerten der Emissionen für die wichtigsten Schadstoffe der Rauchgase veröffentlicht. Diese werden kontinuierlich laut Vorschriften im Bereich Abfallverbrennung und besonders laut Integrierter Umweltgenehmigung Prot. Nr. 698527 vom 20.12.2013 und weitere Änderungen am Kamin gemessen.

Energierückgewinnung

Die Müllverwertungsanlage Bozen gewinnt die durch die Müllverbrennung erzeugte Wärme zurück: Wärme wird in Wasserdampf umgewandelt und mittels dieses Dampfes wird thermische und elektrische Energie erzeugt.
Der Großteil der erzeugten elektrischen Energie wird an das gesamtstaatliche Stromnetz abgegeben, nur eine ganz geringe Menge wird für die Anlagenbedienung verwendet. Jener Dampfanteil, der nicht zur Erzeugung elektrischer Energie verwendet wird, dient zur Erzeugung von Wärmeenergie für das Fernwärmenetz der Stadt Bozen: Heute (2016) sind 3.500 Wohnungen und 100 Betriebe angeschlossen, aber die künftige Ausweitung des Fernwärmenetzes wird die Beheizung von weiteren 10.000 Wohnungen und zahlreichen öffentlichen Gebäuden, darunter das Krankenhaus Bozen, ermöglichen.
Mehr als ein Drittel der Kondominiumsheizkessel von Bozen können beseitigt werden, was zu einer 20%igen Verringerung der Emissionen in die Atmosphäre im Bozner Talkessel führen wird.
Vereinbarung für die nachhaltige Nutzung der Müllverwertungsanlage Bozen: http://umwelt.provinz.bz.it/abfall-boden/verbrennungsanlagen.asp

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