Abfälle
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Klärgruben
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Umweltforschung

Die Hauptaufgabe der eco center A.G. ist die Führung aller Anlagen im Zeichen des Umweltschutzes und im Dienste der Bürger. Mittels zahlreicher Forschungsprojekte werden die Auswirkungen dieser Arbeit auf das umliegende Gebiet untersucht. Die Ergebnisse der Projekte liefern wichtige Informationen für die ständige Verbesserung der Umweltfreundlichkeit aller Anlagen.
Die Gesellschaft hat in Zusammenarbeit mit Universitäten und verschiedenen Institutionen mehrere wissenschaftliche Forschungsprojekte ins Leben gerufen.

Enerwater

Ziel des Forschungsprojektes: die Energieeffizienz in der Abwasserreinigung auf dem Weg zur Energieautonomie steigern.
Dauer: 2014-2017.
Im Forschungsprojekt EnerWater werden die Anlagetechnik, die Steuerungssysteme und die biologische Prozesse der Kläranlagen analysiert. Im Einzugsgebiet der eco center sind die Kläranlagen Bozen, Branzoll und Meran einbezogen.
Am Projekt nimmt die eco center A.G. gemeinsam mit der Bezirksgemeinschaft Vinschgau, dem Tiroler Forschungszentrum AlpS und weiteren Experten aus Österreich und Italien teil.

Pro Insect

Ziel des Forschungsprojektes: Abschluss des Biomüllzyklus unter Verwendung von Larven einer besonderen Fliege.
Dauer: 2016-2019.
Die Larven nähren sich von den Verarbeitungsrückständen des Biomülls bei der Vergärungsanlage Lana (Klärschlämme und Sande) und sind in der Lage, diese Rückstände um ca. 85% Gewicht zu verringern und sie unmittelbar und ohne weitere Behandlung wiederverwendbar zu machen für die Verbrennung in der Müllverwertungsanlage und für landwirtschaftliche Zwecke (Kompost). Das Ergebnis wäre der ganzheitliche Abschluss des Biomüllzyklus und eine starke Kostenverringerung.
Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit der Freien Universität Bozen und einigen Privatpersonen durchgeführt
 

Isotopische Charakterisierung

Ziel des Forschungsprojektes: Bestimmung vom Ursprungsort der land- und forstwirtschaftlichen Produkte.
Dauer: 2013-2016.
Die Weiterentwicklung der Isotopenanalyse von schweren Elementen in Zusammenarbeit zwischen eco-research, Versuchszentrum Laimburg und Freier Universität Bozen wird es ermöglichen, in Südtirol eine Infrastruktur zu verwirklichen, die in der Lage ist, den Ursprungsort land- und forstwirtschaftlicher Erzeugnisse zu bestimmen. Mittels der Isotopenanalyse werden die Südtiroler Produzenten und Produktumformer in der Lage sein, nicht nur die Herkunft der Rohstoffe zu erklären, sondern auch deren Ursprung nachzuweisen und zu gewährleisten und somit ihr eigenes Produkt gegen Fälschungen zu schützen. Der Verbraucher kann örtliche Erzeugnisse wählen, bei denen die Frische und Nachverfolgbarkeit der Produkte tatsächlich gewährleistet sind.

Pro Acqua

Ziel des Forschungsprojektes: Kennzeichnung der Hormone- und Medikamentenrückstände in den Südtiroler Wasser und Abwässer.
Dauer: 2011-2015.
Verschiedene Xenobiotika wie Medikamente, einige perfluorierte Stoffe und auch synthetische und natürliche Hormone werden in den Kläranlagen nicht vollständig abgeschieden.
Die Pharmaka belasten somit unsere Umwelt, da viele Wirkstoffe nicht im Körper abgebaut werden und über die Ausscheidungen ins Abwasser und somit in die Kläranlage gelangen, wo sie eben nur teilweise abgebaut werden können.
Um die Situation in Südtirol zu untersuchen ist dieses Forschungsprojekt. Durch Anwendung neuer, leistungsfähiger chemischer und toxikologischer Analysen konnte der Nachweis auch von Abbauprodukten, sog. Metaboliten der Arzneimittelrückstände geliefert werden.

Feststoffrückstände im Zyklus der Abfälle

Ziel des Forschungsprojektes: Kennzeichnung der Feststoffrückstände im Zyklus der in Südtirol erzeugten Abfälle.
Dauer: 2013.
Die Forschungsarbeit besteht in der Vornahme einer Kennzeichnung der Feststoffrückstände im Zyklus der in Südtirol erzeugten Abfälle, wobei zusätzlich zu den „typischen“ Schadstoff en auch Hormone und Arzneimittel berücksichtigt werden.
Im Laufe des Jahres 2012 wurden mehr als hundert Klärschlamm-, Vergärungs- und Kompoststichproben in kleinen und großen Anlagen in ganz Südtirol gesammelt. Analysiert wurden die Dioxine und die PCB, die Schwermetalle. Derzeit ist die Untersuchung der vorhandenen Hormone im Gange.
Die Studie wird von der Firma eco-research G.m.b.H. in Zusammenarbeit mit dem Amt für Abfallwirtschaft der Provinz Bozen durchgeführt.

Fernheizung Bozen

Ziel des Forschungsprojektes: die Durchführung der energetischen kartographischen Erfassung des Gebietes der Gemeinde Bozen.
Dauer: 2012.
Die Durchführung der energetischen kartographischen Erfassung des Gebietes der Gemeinde Bozen, die Bewertung des durch die neue thermische Restmüllverbrennungsanlage verfügbaren Energiepotentials, die Ermittlung der potentiellen Entwicklung des Fernwärmenetzes nach einzelnen Zonen und die Ausarbeitung der Energie- und Umweltbilanz.

Emissionen Restmüllverwertung Bozen

Ziel des Forschungsprojektes: die Prüfung der Wirksamkeit der Abgasaufbereitungsanlage der Anlage zur thermischen Restmüllverwertung Bozen.
Dauer: 2009-2011.
Im Rahmen dieser Studie werden die katalytischen Gewebefilter vom Typ „Gore-Tex Remedia“, die die konventionellen Gore-Tex Filter ersetzen und die Abgase der Müllverbrennungsanlage Bozen reinigen, seit dem Jahre 2006 auf der Linie 1 und seit 2009 auf der Linie 2 installiert, auf ihre Wirksamkeit bei der Reduzierung der Dioxin-Emissionen hin geprüft.
Ergebnisse: die Dioxin Emissionen der Anlage konnten durch diese Filter von 0,04 ng/Nm3 im Jahre 2005 auf unter 0,01 ng/Nm3 (Gesetzlicher Grenzwert: 0,1 ng/Nm3) reduziert werden.
Die Ergebnisse wurden beim Workshop “La gestione dei rifiuti e la tutela del territorio nella Regione Veneto" (Verona, 3 febbraio 2010) vorgestellt

Wasserstoffmethanbetriebener Bus

Ziel des Forschungsprojektes: die Prüfung der Möglichkeit, einen innovativen Kraftstoff für die Busse mit alter Technologie zu verwenden .
Dauer: 2011.
Ergebnisse: an einem methanbetriebenen Bus (Breda, Motor Mercedes) des Südtiroler Unternehmens SAD konnte gezeigt werden, dass durch die Zugabe von 30 Vol% Wasserstoff zu Methan als Treibgas eine starke Verbesserung der Emissionen in Bezug auf NOx, HC und Partikelmenge bei gleicher Motorleirstung erreicht.

Emissions-Quellen Stadt Bozen

Ziel des Forschungsprojektes: die Untersuchung der „Wanderung“ von Luft- Schadstoffen in der Stadt Bozen.
Dauer: 2008-2010.
Diese Studie untersucht die „Wanderung“ von Luft-Schadstoffen mittels Windselektiver Probenahmegeräte. Durch Positionierung dieser Geräte in der Umgebung einer Emissionsquelle und windselektiver Probenahme kann zwischen den Schadstoffen welche von einer Anlage emittiert werden und der Grundbelastung eines Ortes unterschieden werden. Eine weitere Thematik ist die Ultrafeintaubbelastung (Nano-Partikel).
Ergebnisse: die Zwischen-Ergebnisse dieser Studie wurden beim "Sardinia Symposium 2009" (International Waste Management and Landfill Symposium), der wichtigsten internationalen Konferenz zum Thema Abfall in Italien, vorgestellt. Die Arbeiten sind als bester italienischer Beitrag ausgezeichnet worden. Es handelt sich dabei nämlich um die weltweit erste Ultrafeinstaubmessung welche in der Nähe einer Müllverbrennungsanlage und parallel am Kamin derselben durchgeführt worden ist.

Blut-Dioxinanalyse

Ziel des Forschungsprojektes: die Bestimmung der Dioxinbelastung der Kaminkehrer. Die erhaltenen Ergebnisse werden daraufhin mit den Werten einer Kontrollgruppe (Reihe von Personen, welche keiner Risikogruppe angehören) verglichen.
Dauer: 2008-2009.
Nach der Studie welche die Prüfung der Dioxinbelastung der Mitarbeiter des Müllverbrennungsofens Bozen zum Ziel hatte und welche im Jahr 2005 abgeschlossen worden war, ist eine weitere Risiko-Berufsgruppe unter die Lupe genommen worden: die der Kaminkehrer.
Im Rahmen der Untersuchung, welche von eco-research in Zusammenarbeit mit dem betrieblichen Dienst für Arbeitsmedizin der autonomen Provinz Bozen durchgeführt worden ist, ist die Dioxinbelastung der Kaminkehrer bestimmt worden. Die erhaltenen Ergebnisse sind daraufhin mit den Werten einer Kontrollgruppe (Reihe von Personen, welche keiner Risikogruppe angehören) verglichen worden.
Ergebnisse: dank den Hygienevorschriften sind die Werten in den Kaminkehrer vergleichbar mit jenen der Kontrollgruppe.